Das beste Inhaliergerät für den Hausgebrauch ist in den meisten Fällen ein Kompressor-Inhalator (Vernebler).
Ein Kompressor-Inhalator gilt als besonders zuverlässig und vielseitig, da er
• für alle ärztlich verordneten Inhalationslösungen geeignet ist
• Mukolytika, Bronchodilatatoren, inhalative Kortikosteroide und – bei spezieller Indikation – auch Antibiotika vernebeln kann
• unabhängig von der Viskosität der Lösung arbeitet
• sich für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen eignet
Deshalb wird der Kompressor-Vernebler häufig in Arztpraxen, Kliniken und für die Heimtherapie empfohlen.
Nach den deutschen Behandlungsleitlinien (AWMF, DEGAM, GOLD, GINA) werden inhalative Medikamente unter anderem bei folgenden Erkrankungen eingesetzt.
• Akute und chronische Bronchitis
• Asthma bronchiale
• COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
• Pneumonie (Lungenentzündung) – inhalativ meist unterstützend
• Mukoviszidose (z. B. inhalative Antibiotika)
• Bronchiolitis (v. a. bei Kindern)
(je nach Erkrankung und ärztlicher Entscheidung)
Bronchodilatatoren
• z. B. Salbutamol, Fenoterol, Ipratropiumbromid
Inhalative Kortikosteroide
• z. B. Budesonid
Kochsalzlösungen (NaCl 0,9 % oder hyperton)
• zur Befeuchtung der Schleimhäute
• zur Erleichterung des Abhustens
Inhalative Antibiotika
• nur bei speziellen Indikationen, z. B. Mukoviszidose
• ausschließlich nach ärztlicher Verordnung
Wichtig:
Welche Medikamente inhaliert werden dürfen, entscheidet ausschließlich der Arzt.
Isotonische Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %) ist
• rezeptfrei in der Apotheke erhältlich
• geeignet zur Befeuchtung der Schleimhäute
• geeignet zur Verdünnung inhalativer Medikamente
• hilfreich zur Unterstützung des Sekretabflusses bei Husten
Sie kann allein oder als Trägerlösung für Medikamente verwendet werden.
In keinen Inhalator-Nebulisator, weder Kompressor- noch Mesh-Gerät, gehören
• Kräuterabkochungen oder Tees
• ätherische Öle
• ölhaltige Lösungen
• selbst hergestellte Mischungen
Diese Substanzen können verursachen
• chemische Pneumonitis (Fettpneumonie)
• Reizung und Entzündung der Bronchien
• Bronchospasmus mit Atemnot
• Verstopfung oder Beschädigung des Geräts
• Infektionen durch Keime oder Partikel
Inhalation sollte nur mit sterilen, dafür zugelassenen Lösungen erfolgen.
Ja. Inhalationstherapie ist eine moderne, effektive und schonende Behandlungsmethode für viele Atemwegserkrankungen.
• direkte Wirkung am Ort der Erkrankung
• geringere systemische Nebenwirkungen
• Umgehung des Magen-Darm-Trakts
• schnellerer Wirkungseintritt als bei Tabletten
Moderne Inhalatoren erzeugen Partikel mit einer Größe von etwa 2,9 µm, die beim Einatmen tief in die Bronchien und Lungen gelangen und dort ihre therapeutische Wirkung entfalten.
Für Erkrankungen der Bronchien und Lunge eignet sich besonders ein Kompressor-Inhalator, da er
• alle gängigen inhalativen Medikamente vernebeln kann
• für akute und chronische Erkrankungen geeignet ist
• unabhängig von Atemkraft oder Technik des Patienten funktioniert
• Bronchitis (akut / chronisch)
• Asthma bronchiale
• COPD
• unterstützende Therapie bei Pneumonie
Auch hier gilt:
Medikamente nur nach ärztlicher Verordnung inhalieren.