Welches Inhaliergerät ist das beste?

Welches Inhaliergerät ist das beste?

Das beste Inhaliergerät für den Hausgebrauch ist in den meisten Fällen ein Kompressor-Inhalator (Vernebler).

Warum ein Kompressor-Inhalator?

Ein Kompressor-Inhalator gilt als besonders zuverlässig und vielseitig, da er
• für alle ärztlich verordneten Inhalationslösungen geeignet ist
• Mukolytika, Bronchodilatatoren, inhalative Kortikosteroide und – bei spezieller Indikation – auch Antibiotika vernebeln kann
• unabhängig von der Viskosität der Lösung arbeitet
• sich für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen eignet

Deshalb wird der Kompressor-Vernebler häufig in Arztpraxen, Kliniken und für die Heimtherapie empfohlen.

Was ist am besten zum Inhalieren?

Medikamente zur Inhalation (nach ärztlicher Verordnung)

Nach den deutschen Behandlungsleitlinien (AWMF, DEGAM, GOLD, GINA) werden inhalative Medikamente unter anderem bei folgenden Erkrankungen eingesetzt.

Erkrankungen der Atemwege

• Akute und chronische Bronchitis
• Asthma bronchiale
• COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
• Pneumonie (Lungenentzündung) – inhalativ meist unterstützend
• Mukoviszidose (z. B. inhalative Antibiotika)
• Bronchiolitis (v. a. bei Kindern)

Häufig eingesetzte inhalative Wirkstoffe

(je nach Erkrankung und ärztlicher Entscheidung)

Bronchodilatatoren
• z. B. Salbutamol, Fenoterol, Ipratropiumbromid

Inhalative Kortikosteroide
• z. B. Budesonid

Kochsalzlösungen (NaCl 0,9 % oder hyperton)
• zur Befeuchtung der Schleimhäute
• zur Erleichterung des Abhustens

Inhalative Antibiotika
• nur bei speziellen Indikationen, z. B. Mukoviszidose
• ausschließlich nach ärztlicher Verordnung

Wichtig:
Welche Medikamente inhaliert werden dürfen, entscheidet ausschließlich der Arzt.

NaCl 0,9 % – wofür ist es geeignet?

Isotonische Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %) ist
• rezeptfrei in der Apotheke erhältlich
• geeignet zur Befeuchtung der Schleimhäute
• geeignet zur Verdünnung inhalativer Medikamente
• hilfreich zur Unterstützung des Sekretabflusses bei Husten

Sie kann allein oder als Trägerlösung für Medikamente verwendet werden.

Was darf NICHT in einen Inhalator gefüllt werden?

In keinen Inhalator-Nebulisator, weder Kompressor- noch Mesh-Gerät, gehören
• Kräuterabkochungen oder Tees
• ätherische Öle
• ölhaltige Lösungen
• selbst hergestellte Mischungen

Warum ist das gefährlich?

Diese Substanzen können verursachen
• chemische Pneumonitis (Fettpneumonie)
• Reizung und Entzündung der Bronchien
• Bronchospasmus mit Atemnot
• Verstopfung oder Beschädigung des Geräts
• Infektionen durch Keime oder Partikel

Inhalation sollte nur mit sterilen, dafür zugelassenen Lösungen erfolgen.

Ist Inhalieren gut für die Lunge?

Ja. Inhalationstherapie ist eine moderne, effektive und schonende Behandlungsmethode für viele Atemwegserkrankungen.

Vorteile der Inhalation

• direkte Wirkung am Ort der Erkrankung
• geringere systemische Nebenwirkungen
• Umgehung des Magen-Darm-Trakts
• schnellerer Wirkungseintritt als bei Tabletten

Moderne Inhalatoren erzeugen Partikel mit einer Größe von etwa 2,9 µm, die beim Einatmen tief in die Bronchien und Lungen gelangen und dort ihre therapeutische Wirkung entfalten.

Welches Inhalationsgerät ist für die Bronchien geeignet?

Für Erkrankungen der Bronchien und Lunge eignet sich besonders ein Kompressor-Inhalator, da er
• alle gängigen inhalativen Medikamente vernebeln kann
• für akute und chronische Erkrankungen geeignet ist
• unabhängig von Atemkraft oder Technik des Patienten funktioniert

Typische Anwendungsgebiete

• Bronchitis (akut / chronisch)
• Asthma bronchiale
• COPD
• unterstützende Therapie bei Pneumonie

Auch hier gilt:
Medikamente nur nach ärztlicher Verordnung inhalieren.

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